Hilfe: „Mein ganzer Rasen voller Poa annua!?“
Das ist doch die ungeliebte kleine Rispenart, die ständig blüht – oder ist es vielleicht doch etwas anderes?
Alle Gräser haben eine generative Phase im Laufe des Frühjahrs, die durch den regelmäßigen Schnitt zumindest unterdrückt wird. Da März und April aber außergewöhnlich trocken waren, retten sich die Gräser vor dem „nahenden Verdursten“ durch vorgezogene starke Blütenbildung. In diesem Bild handelt es sich um Blütenstände der erwünschten und wichtigen Wiesenrispe (Poa pratensis). Der übliche Blühzeitraum ist zwei bis drei Wochen später. Offensichtlich passen sich die Rasengräser den Klimaveränderungen an.
Einmaliges, durchdringendes Wässern und regelmäßiger Schnitt regen wieder die Bestockung und damit die Narbendichte an.