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Rasenthema: September 2014

Autor: © Dirk Fellenberg, Grünflächenamt Wolfenbüttel und
Dr. Klaus Müller-Beck, Vorsitzender Deutsche Rasengesellschaft e.V.

Rasenschnitt bei starkem Wachstum

Dauerwachstum erfordert erhöhte Schnittfrequenz

In einem normalen Sommer nimmt die Wuchsleistung von Gebrauchsrasenflächen deutlich ab. Gerade Bereiche, die nicht bewässert werden erscheinen während der Hitzezeit (Juli - August) eher farblos und zeigen ein stark eingeschränktes Wachstum. In diesem Jahr verhielt sich der Wachstumsverlauf fortlaufend hoch, da gerade im August erhebliche Niederschläge zu verzeichnen waren. Die übliche  Wachstumskurve mit einem Peak im Mai/Juni und einem Tal im Juli/August konnte in diesem Jahr nicht beobachtet werden. 
Dies bedeutet für die Rasengräser dauerhaftes Wachstum! Dieser positive optische Aspekt einer  immergrünen Rasenfläche mit einer dichten Rasennarbe, bedeutet für die Pflegeteams der Kommunen, Golfanlagen und Fußballplätze  eine riesige Herausforderung!
Die Mäher stehen nicht mehr still, sie „glühen“ förmlich, sämtliche Mähtechniken und Rasenaufnahmesysteme müssen jedoch gut funktionieren, um die richtigen Schnitthöhen einzuhalten. Wo es nicht funktioniert, gibt es für die Verantwortlichen unerwünschten Stress.
Neben der Technik ist auch das erforderliche Personal zu erwähnen damit der erhöhte Mähaufwand tatsächlich erfüllt werden kann.  Derartig extreme Wachstumsphasen sind nur durch eine gute Ausstattung und ein qualifiziertes  Grünflächenpflegemanagement in den Arbeitsabläufen zu organisieren.
Ein Kompliment den Greenkeepern, die diese Aufgaben im Sinne der Sportler und Nutzer der Grünflächen erfüllen konnten.

 

Rasenschnitt bei starkem Wachstum
(Fotos: K. Müller-Beck)
Rasenschnitt bei starkem Wachstum

 

Mulchen hat Grenzen

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Rückführung des Rasenschnittgutes auf die Rasenfläche einen Beitrag zur Nährstoffnachlieferung leistet. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Nährelemente im Schnittgut zunächst einmal mineralisiert werden müssen. Diese Arbeit wird von Mikroorganismen geleistet. In kühlen und trockenen Zeiten ist die Mineralisationsleistung allerdings niedrig. Unter günstigen Temperaturbedingungen und entsprechenden Feuchtigkeitsverhältnissen wird dann jedoch eine Nachlieferung aus diesem Schnittgut das Gräserwachstum stimulieren. Eine exakte Kalkulation dieser Nährstoffquelle für die Rasengräser ist äußerst schwierig, da die Freisetzungsrate - wie bereits erwähnt - in Abhängigkeit von den Standortfaktoren verläuft. Zum wirksamen Einsatz des Mulchmähers muss darauf geachtet werden, dass das Schnittgut möglichst fein verteilt auf die Fläche zurückgeführt wird. Hierbei ist es ebenfalls von Bedeutung, dass die Mäharbeit regelmäßig durchgeführt wird, damit es nicht zu unschönen Anhäufungen von Schnittgut kommt.

 

Mulchen hat Grenzen
(Fotos: Dirk Fellenberg)
Mulchen hat Grenzen

 

Extremsituationen des Sommers 2014 führten gelegentlich zu deutlichen Beeinträchtigungen der Rasennarbe durch übermäßigen Schnittgutanfall. Zum Erhalt der Rasennarbe ist der Einsatz von Kehrmaschinen in derartigen Fällen dringend zu empfehlen.

 

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