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Rasenthema: August 2013

Autor: © Dr. Klaus Müller-Beck, Vorsitzender Deutsche Rasengesellschaft e.V.

Hybridrasen, der armierte Naturrasen für die Sportnutzung

Bei der „Sonderschau Rasen“, anlässlich der „demopark+demogolf“ in Eisenach, wurde die Entwicklung zum Thema Hybridrasen als Poster und in einem Praxisbeispiel dargestellt.

(Poster zum Download).

 

PowerGrass Parzelle bei der Sonderschau Rasen in Eisenach. 
Mähen der Fläche auf 28 mm! 
PowerGrass Parzelle bei der Sonderschau Rasen in Eisenach. Mähen der Fläche auf 28 mm!
Foto: K. G. Müller-Beck

 

Ausgangssituation

Der älteste und bewährteste Belag für Sportflächen, insbesondere für das Fußballspiel, ist ein Rasen aus vitalen, natürlichen Gräsern. Durch sein hohes Regenerationsvermögen ist Naturrasen dauerhaft und für die Nutzer angenehmer als andere Belagsarten. Die Gräser des Strapazierrasens sind jedoch nur begrenzt belastbar, dies gilt insbesondere für Zeiten der Vegetationsruhe. Durch eine Verstärkung mit Kunststofffasern kann ein natürlicher Sportrasen einer höheren Nutzung ausgesetzt werden.

Verschiedenartige Varianten zur Armierung

Bei einer Hybridrasentragschicht werden Kunststoffelemente bzw. Fasen zur Verstärkung in die RTS eingemischt. Beispiele sind „Fibrelastic“, „Netlon Advanced Turf“ oder „Terrasoil Advance“. Bei diesen Varianten werden vor dem Einbau unterschiedliche Fasern oder Gitternetze in das Tragschichtmaterial eingemischt. Auf diese Weise werden die Elastizität und die Scherfestigkeit des Substrates optimiert. Unter Hybridrasen versteht man Systeme, bei denen sowohl die Rasentragschicht als auch die Rasennarbe mit Kunstfasern armiert werden. Dabei werden die Fasern, wie beim DESSO GrassMaster-System, in der Regel in einen kompletten Saatrasen implantiert, sodass etwa 20 Millionen Kunststoffasern den Sportplatz bis zu einer Tiefe von 18 Zentimetern fixieren. Die Wurzeln der Rasengräser verwachsen mit den Kunstrasenfasern und verankern die Grassoden zu einer stabilen und ebenen Spielfläche.

Ausgestochene Rasenprobe eines GrassMaster Platzes mit Kunststofffasern zur Verankerung und Armierung der Rasentragschicht. Abb. 2: Ausgestochene Rasenprobe eines GrassMaster Platzes mit Kunststofffasern zur Verankerung und Armierung der Rasentragschicht.
Foto: K. G. Müller-Beck

 

Beim neuartigen „PowerGrass®“von EUROGREEN wird eine speziell entwickelte Hybridrasenmatte in die Rasentragschicht eingebaut und schichtweise mit ca. drei Zentimeter RTS-Material verfüllt und angesät, sodass der fertige Spielfeldbelag aus Gräsern und Kunststofffasern besteht.

Die Webmatte Hybridrasen „PowerGrass®“ mit RTS-Material verfüllt, 10 Tage nach der Einsaat. Abb. 3: Die Webmatte Hybridrasen „PowerGrass®“ mit RTS-Material verfüllt, 10 Tage nach der Einsaat.
Foto: EUROGREEN, www.hybridrasen.com

 

In diesen genannten Kombinationen werden die positiven Eigenschaften des natürlichen Rasens mit der Belastbarkeit moderner Kunststofffasern in einem ganzheitlichen Aufbau verbunden. In der Bundesliga werden derzeit in den Stadien des VfL Wolfsburg und bei TSG 1899 Hoffenheim sowie auf Trainingsfeldern des HSV Hamburg und Borussia Mönchengladbach Erfahrungen mit den neuartigen Systemen gesammelt.

 

 

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