Deutsche Rasengesellschaft e.V. DRG

 

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Traktor-Übergabe für Rasenforschung an der Hochschule Osnabrück

Quelle: Dr. Klaus Müller-Beck, Ehrenmitglied Deutsche Rasengesellschaft e.V.

 

Traktor für Pflege und Prüfung

Die Deutsche Rasengesellschaft e.V. unterstützt satzungsgemäß Forschungsprojekte zum Themenbereich Rasen. Im Sportrasenbereich werden derzeit zahlreiche Untersuchungen zur Beurteilung der Eigenschaften von Hybridrasensystemen durchgeführt. An der Hochschule Osnabrück laufen inzwischen am ILOS-Institut umfangreiche Arbeiten zur Einschätzung der Leistungen von Armierungen in der Rasentragschicht. Hierzu werden die Parzellen auch mit einer speziellen Stollenwalze bearbeitet, sodass die Belastungsintensitäten von Bundesligaspielen simuliert werden können. Bei der jüngsten Beschaffung eines geeigneten Kleintraktors, der zum Antrieb der Stollenwalze benötigt wird, hat sich jetzt die Deutsche Rasengesellschaft mit einem namhaften Betrag beteiligt.

Zusammen mit dem Co-Sponsor INTERGREEN, konnte der Vorsitzende der DRG, Dr. Harald Nonn, einen KUBOTA-Schlepper, ausgestattet mit Rasenbereifung und Heckhydraulik, am 18. Oktober 2016 auf der Rasenversuchsfläche der HS Osnabrück an den Leiter des ILOS-Instituts, Prof. Martin Thieme-Hack, übergeben. So können auch während der Herbst- und Wintermonate Belastungsvarianten auf der Versuchsfläche durchgeführt werden.

 

Übergabe eines Schleppers
Übergabe eines Schleppers zur Durchführung verschiedener Pflege- und Prüfverfahren auf den Rasenversuchen an der Hochschule Osnabrück. Von links: Prof. Martin Thieme-Hack, HS Osnabrück; Dr. Harald Nonn, DRG-Vorsitzender; Dr. Klaus Müller-Beck, DRG; Markus Büttner, INTERGREEN. (Foto: DRG)

Stollenwalze simuliert Spielbetrieb

Für die Beurteilung einer Sportrasenfläche ist es wichtig, die Belastungsresistenz der Rasennarbe zu kennen. Zur Prüfung der Trittwirkung auf Rasenversuchsflächen wird deshalb bei den verschiedenen Versuchsanstalten eine Stollenwalze eingesetzt.

 

Stollenwalze im Heckanbau
Stollenwalze im Heckanbau am neuen Rasentraktor zur Simulierung von Belastungsintensitäten bei Rasenversuchen an der HS Osnabrück.
Gewichtsbelastung und Schlupfwirkung der zweiten Rolle sind variabel einstellbar.
(Foto: Dr. Klaus Müller-Beck)

 

Auch auf den Versuchsflächen der Hochschule Osnabrück wird seit 2015 eine Stollenwalze eingesetzt, um die Belastung durch ein Fußballspiel zu simulieren.
Diese Sonderanfertigung wurde nach den Ergebnissen aus der Untersuchung von MÜLLER und AXTMANN (1976) gebaut.  An den zwei Walzenkörpern aus
Kunststoff sind jeweils 120 Fußballstollen (16 bzw.18 mm) aus Aluminium angebracht.
Die vordere Walze wird durch Bodenantrieb bewegt, wobei durch  einen Kettenanrieb mit kleinerem Ritzel ein zusätzlicher Schlupf auf die hintere Walze ausgeübt wird
(s. Abbildung 2), sodass die Eingriffswirkung der Fußballstollen im Rasen verstärkt wird.
Je nach Anzahl der Überfahrten in Verbindung mit der geeigneten Fahrgeschwindigkeit, lassen sich die Häufigkeit von Fußballspielen/Woche simulieren.

 

Literatur:
MÜLLER K.G. u. K.W. AXTMANN, 1976: Spielnahe Belastung von Sportrasen.
Rasen- Turf- Gazon, Jahrg. 7, S. 106-109.

 

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