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Aktuelles: Fußball-WM der Frauen auf Kunststoffrasen – warum Sportrasen der bessere Spielbelag ist

Fußball-WM der Frauen auf Kunststoffrasen – warum Sportrasen der bessere Spielbelag ist

Kanada im Juni 2015: Die ersten Pressemeldungen über die Kunststoffrasenplätze, auf denen die Weltmeisterschaft im Frauen-Fußball ausgetragen wird, bestätigen die im Vorfeld von manchen Athletinnen ausgesprochenen Befürchtungen. Der Kunststoffflor verursacht Verletzungen und schmerzhafte Hautverbrennungen, die man von einem natürlichen Sportrasen nicht kennt. Außerdem treten bei Sonneneinstrahlung hohe Oberflächentemperaturen auf, die bei Verfüllung des Kunststoffflors mit schwarzem Recyclinggranulat (Altreifen) noch weiter steigen.

Lesen Sie hierzu: „Das ist ein Albtraum“, http://www.taz.de

Natürliche Eigenschaften der Gräser
Der Spielbelag bei Sportrasen besteht aus Gräsern, die fast 90 % Wasser enthalten. Bei stärkerer Nutzung, vor allem aber beim Rutschen oder Fallen, tritt dieses Wasser aus der Pflanze aus und bildet einen natürlichen Gleitfilm. Die Haut des Spielers wird geschont, erhitzt sich beim Rutschen nicht und es kommt somit auch nicht zu Verbrennungen. Bei hohen Lufttemperaturen ist der kühlende Effekt für die Spieler durch die Wasserverdunstung der Gräser nicht zu unterschätzen. Bei sonnigem Wetter und einer Lufttemperatur von 23 °C wurden auf einer Sportanlage mit unterschiedlichen Spielbelägen folgende Oberflächentemperaturen gemessen:


Oberflächentemperaturen von Sportbelägen
Fotos: H. Nonn, Juni 2015

 

Optimierung des Rasenbelages
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Belastungsgrenze für  Sportrasen deutlich erhöht. Fortschritte in der Gräserzüchtung, weiter entwickelte Pflegegeräte in Kombination mit gestiegenem Pflege Know-how sowie die Armierung von Sportrasenflächen haben hierzu entscheidend beigetragen.
Aber nicht nur im Sportasen sondern auch jede andere gepflegte Rasenfläche bringt Nutzen für den Besitzer, die Umwelt und die Allgemeinheit (Auszug: http://www.american-lawns.com ).

  • Sauerstoffproduzent: Ein Stoffwechselprodukt grüner Pflanzen ist Sauerstoff. Für alle höheren Lebewesen ist der Sauerstoff lebensnotwendig und die ständige Zufuhr muss gesichert sein. Auch Rasenflächen liefern ihren Beitrag zur Sauerstoffversorgung: So sichern 250 m² intakte Rasenfläche in der Wachstumszeit den täglichen Sauerstoffbedarf einer vierköpfigen Familie.
  • Temperatur: In einer Wohnanlage von acht durchschnittlichen Häusern entspricht die Kühlleistung der Rasenflächen in den Vorgärten der von 70.000 kg gekühlter Luft. Rasenflächen tragen somit wesentlich zur Verbesserung des Kleinklimas bei, ohne dabei andere Energiequellen wie z.B. Öl oder Gas für die Kühlung zu verschwenden.
  • Luftverschmutzung: Rasen absorbiert Luftschadstoffe wie Kohlendioxid und Schwefeldioxid. Rasen trägt somit aktiv zur Verminderung des Treibhauseffekts bei und produziert dabei gleichzeitig lebensnotwendigen Sauerstoff.
  • Staub und Schmutz: Rasenflächen binden jährlich schätzungsweise 12 Millionen Tonnen Staub aus der Atmosphäre. Die Schwebstoffe werden in der Rasennarbe fest gehalten und die Luft wird sauberer.
  • Brandschutz: Rasenflächen stellen effektive, natürliche Barrieren für Flächenbrände dar. Einer unkontrollierten Ausbreitung von Waldbränden wird somit ohne großen Aufwand entgegen gewirkt.
  • Wasserqualität: Rasenflächen verhindern Bodenerosion, den Eintrag von Schadstoffen in Gewässer und speichern Regenwasser. Außerdem nimmt das dichte Wurzelwerk der Rasengräser Nitrat in großer Menge auf, sodass unter Rasenflächen kein Nitrateintrag ins Grundwasser zu befürchten ist.
  • Immobilienwerte: Ein gut gepflegter Rasen hebt den Verkaufswert einer Immobilie um 5 bis 15 Prozent.

Fazit
Die Kultur „Rasen“ liefert nicht nur unter sportfunktionalen Gesichtspunkten eine besondere Leistung, sie rückt auch unter ästhetischen und ökologischen Betrachtungen des urbanen Grüns immer stärker in das Bewusstsein der Bürger.
Die DRG-Mitglieder beschäftigen sich in vielfältiger Weise mit der Verbreitung, Anlage und Pflege von hochwertigen Rasenflächen, für eine natürliche und lebenswerte Umwelt.

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