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Aktuelles: 33. Heidelberger Rasentag mit Rasen zum „Begreifen“

 

Autor: Dr. Michael Schlosser, Vorsitzender Heidelberger Rasentage e.V.

 

Am 11. Oktober 2012 fand an der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) in Heidelberg der 33. Heidelberger Rasentag statt.
Die alle zwei Jahre vom Verein Heidelberger Rasentage e.V. in Zusammenarbeit mit der LVG durchgeführte Vortragsveranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Thema „Wie erhält/unterhält man eine optimale Rasenfläche“.
Besonders erfreulich war die Tatsache, dass im Vergleich zum Rasentag in 2010 doppelt so viele Teilnehmer angemeldet waren.

Nach der Begrüßung durch den Leiter der LVG, Herrn Christoph Hintze, und den 1.Vorsitzenden der Heidelberger Rasentage, Herrn Dr. Michael Schlosser, berichtete Herr Georg Armbruster aus Stadtbergen über seine Praxis-Erfahrungen als öbv Sachverständiger für Bodenuntersuchungen und Bodenaufbau bei Sportplätzen. In seinem Vortrag zum Thema „Schäden vermeiden - Der Weg zur gelungenen Rasenfläche“ beleuchtete er einige Fehler, die beim Bau von Rasenflächen häufig gemacht werden, und wie diese zu vermeiden gewesen wären, wenn die Auftraggeber bei der Planung und Durchführung der Maßnahme genauere Kontrollen vorgesehen bzw. durchgeführt hätten. Auch auf die Anforderungen an Rasenspielfelder und Faktoren für die Auswahl des auf die Nutzung ausgerichteten Spielbelages ging Herr Armbruster ein.

 

Heidelberger Rasentage 2012

Abb. 1: Teilnehmer der Heidelberger Rasentage 2012 bei der Bestimmungs-Übung von Rasengräsern. (Foto: Heidelberger Rasentage e.V.)

 

Anschließend durften die Gäste der Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“, wie man die wichtigsten Rasengräser bestimmt. Nach einem einführenden Vortrag von Frau Dr. Gabriela Schnotz von der Fa. Juliwa-Hesa GmbH aus Heidelberg zu den Unterscheidungsmerkmalen der Gräser und der Vorgehensweise bei deren Bestimmung, konnten die Teilnehmer in kleineren Gruppen verschiedene Gräser in die Hand nehmen und unter Anleitung versuchen, diese zu bestimmen. Obwohl diese Aufgabe sich als nicht ganz einfach herausstellte, war man begeistert bei der Sache und sich einig, dass solche praktischen Übungen regelmäßig durchgeführt werden sollten. Zum Abschluss des Workshops traf man sich noch einmal in der Aula der LVG, wo Frau Dr. Schnotz noch einmal die Eigenschaften der Gräserarten ansprach.

Nach der Mittagspause berichtete Herr Wolfgang Henle, von der Rasenfachstelle der Universität Hohenheim, über Qualitätskriterien von Naturrasenflächen. Die verschiedenen Faktoren wie Farbaspekt, Narbendichte, Schnittqualität, Wurzeltiefe, Belastbarkeit und Ballrollverhalten gilt es nicht nur subjektiv, sondern, wenn möglich, auch reproduzierbar und objektiv zu messen. Hierzu wurden von Herrn Henle verschiedene Methoden vorgestellt. In seinem Fazit stellte er heraus, dass zwar erste Ansätze für die Messung der Rasenqualität und der Spieleigenschaften vorhanden seien, jedoch noch weitere Untersuchungen erforderlich sind. Er betonte zudem, dass die verschiedenen Messungen nicht zum Vergleich von Natur- und Kunststoffrasen geeignet sind, da die Eigenheiten jeder Belagsart zu beachten seien und nicht jede Eigenschaft durch Messungen bewertbar sei.

 

Heidelberger Rasentage 2012

Abb. 2: Aufmerksame Zuhörer bei den Vorträgen der Heidelberger Rasentage 2012.
(Foto: Heidelberger Rasentage e.V.)

 

Im abschließenden Referat „Grünflächen – Der Garten einer Stadt“ stellte Herr Dirk Fellenberg von den städtischen Betrieben Wolfenbüttel das Pflegemanagement „seiner“ Stadt vor. Neben der Erwähnung der reinen Fakten warf Herr Fellenberg in seiner engagierten und motivierten Art auch einen Blick auf den Sinn und die Beweggründe seiner Arbeit. Auch machte er deutlich, wie wichtig es ist, für eine optimale Ausstattung und die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Pflegeprodukten zu kämpfen, damit das erforderliche Ergebnis erzielt werden kann.

 

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